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Printer Friendly Print Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche Leistung & grenzüberschreitende Zusammenarbeit: 8 Finalisten konkurrieren um den mit 1 Million EUR dotierten EU-Descartes-Preis

Auszeichnung für hervorragende wissenschaftliche Leistung & grenzüberschreitende Zusammenarbeit: 8 Finalisten konkurrieren um den mit 1 Million EUR dotierten EU-Descartes-Preis

October 26, 2004

Acht Forschungsteams aus 17 L'¤ndern konkurrieren derzeit um den diesj'¤hrigen EU-Descartes-Preis für herausragende wissenschaftlich-technische Forschungsarbeiten als Ergebnis grenzüberschreitender Zusammenarbeit. Die in die engere Auswahl gekommenen Projekte decken eine breite Palette wissenschaftlicher und technischer Fachgebiete ab: Krebsbehandlung, neurologische Forschung, Internetsicherheit und Kommunikationstechnologien. Seit seiner Einführung im Jahr 2000 kamen insgesamt 33 Projekte als Finalisten in die engere Auswahl für den Descartes-Preis für Forschung. Im Laufe der letzten vier Jahre wurden neun Projekte mit insgesamt 65 Forschungsteams aus 19 europ'¤ischen und außereurop'¤ischen L'¤ndern mit diesem angesehen Preis ausgezeichnet. Die diesj'¤hrigen Preistr'¤ger des sich nun zum fünften Mal j'¤hrenden Descartes-Preises werden in einer Feierstunde in der Prager Burg (Tschechische Republik) am 2. Dezember 2004 bekannt gegeben, zu der auch der neue EU-Forschungskommissar und der Pr'¤sident der Tschechischen Republik erwartet werden. Die Preistr'¤ger des Descartes-Preises für Forschung erwartet eine Gesamtdotation von 1 Million EUR. Neben dem Descartes-Preis für Forschung wird in Prag ebenfalls erstmals der EU-Descartes-Preis für Wissenschaftskommunikation verliehen.

Hervorragende wissenschaftliche Leistungen durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit




Grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist das zentrale Anliegen des Descartes-Preises und des Europ'¤ischen Forschungsraums. Die diesj'¤hrigen Finalisten wurden aus 200 Forschungsteams aus den 25 EU-Mitgliedstaaten und andere Staaten herausgew'¤hlt und sind in einer Vielzahl wissenschaftlicher Disziplinen t'¤tig. Ihnen gemeinsam ist die grundlegende Verpflichtung zur Bündelung von Mitteln und Talenten über alle Grenzen hinweg und ihr Einsatz für hervorragende wissenschaftliche Leistungen und technologische Innovation. Viele der ausgew'¤hlten Projekte sind das Ergebnis langj'¤hriger Zusammenarbeit in einem breiten Netzwerk von Forschungspartnern in ganz Europa und in Drittl'¤ndern.

Spannende Projekte aus einer breiten Palette wissenschaftlicher und technischer Fachgebiete

Die in die engere Auswahl gekommenen Projekte umfassen:

- drei Projekte im Bereich Medizin: neue Methoden zur Verabreichung von Medikamenten zur Behandlung von Herzerkrankungen; Genforschung zur Bek'¤mpfung vererbbarer neurologischer Störungen; Medikamente für neue Methoden der Diagnose und Prognostik in der Krebsbehandlung;

- zwei Projekte im Bereich Ingenieurwissenschaften und Nanotechnologien: eine Methode für die Krebs-Frühdiagnose durch den Einsatz lichtstreuender Tiefensonden; Herstellung photonischer, ver'¤stelter Moleküle für Anwendungen wie Energieumwandlung, Diagnostik und Verabreichung von Medikamenten;

- drei Projekte im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologien: neue Computer- und Datenspeicher-Lösungen; Quantentechnologien zur Schaffung eines globalen Netzwerks für sichere Kommunikation; neue Systeme für den Umgang mit Sicherheitsverletzungen im Netz und zus'¤tzliche Sicherheit bei Internetgesch'¤ften (Intrusion-tolerant Systems).

Die zentrale Rolle der Grand Jury des Descartes-Preises

Die Wahl des Gewinners (oder der Gewinner) aus diesen acht Finalisten ist Aufgabe der Grand Jury aus vierzehn hochkar'¤tigen Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Industrie und öffentlichem Leben (siehe Anhang). Vorsitzende ist Frau Professor Ene Ergma, Vizepr'¤sidentin der estnischen Akademie der Wissenschaften und Pr'¤sidentin des estnischen Parlaments.

Neuer Descartes-Preis für Wissenschaftskommunikation

Neben dem bew'¤hrten Descartes-Preis für Forschung wird erstmals ein neuer Preis für vorbildliche Bemühungen im Bereich der Wissenschaftskommunikation verliehen. Dieser Preis soll einzelne Personen oder Organisationen, die außerordentliche Ergebnisse bei der wissenschaftlichen Berichterstattung für die Ã-ffentlichkeit erzielt haben, würdigen. Der Preis unterstreicht die zentrale Bedeutung der Wissenschaftskommunikation für die Bewusstseinsschaffung und Förderung hervorragender Leistungen in Europa. Die Gewinner dieses neuen, mit 250 000 EUR dotierten Preises werden ebenfalls im Rahmen des Festaktes am 2. Dezember bekannt gegeben.

Eine hochkar'¤tige wissenschaftliche Veranstaltung an einem Ort von größter Bedeutung für die europ'¤ische Geschichte

Die Verleihungszeremonie für beide Descartes-Preise findet am 2. Dezember in der Prager Burg, einem einzigartigen historischen Schauplatz, statt.

Am 1. Dezember werden die Projekte des diesj'¤hrigen Descartes-Preises bereits im Vorfeld der Preisverleihung in der tschechischen Akademie vorgestellt; geplant sind eine Ausstellung, Filmbeitr'¤ge über die Erfolge früherer Preistr'¤ger und über die Projekte des neuen Descartes-Preises für Wissenschaftskommunikation sowie Gespr'¤che mit den Descartes-Preistr'¤gern über die Frage, wie die besten wissenschaftlichen Talente nach Europa geholt und dort auch gehalten werden können.

Am 2. Dezember wird die Verleihungszeremonie in der Prager Burg gemeinsam vom neuen EU-Forschungskommissar und vom Pr'¤sidenten der Tschechischen Republik eröffnet. Verliehen werden sowohl der Descartes-Preis für wissenschaftliche Forschung als auch der für Wissenschaftskommunikation.

Nach der Verleihungszeremonie findet ein runder Tisch zum Thema "EU-Forschung: die Ansicht der Forscher aus Drittl'¤ndern" statt. Führende Persönlichkeiten aus Indien, Südafrika, Brasilien und China (siehe Programm) '¤ußern sich zum Thema EU-Forschung und Möglichkeiten der wissenschaftlichen Kooperation mit Europa.

Möglichkeiten für die Presse

Wie in den Vorjahren bietet die Verleihung des Descartes-Preises den Journalisten spannende Möglichkeiten, führende EU-Wissenschaftler und Unternehmer sowie politische Entscheidungstr'¤ger zu treffen und zu befragen.

Am 2. Dezember findet um 13 Uhr eine Pressekonferenz mit dem neuen EU-Forschungskommissar und den Preistr'¤gern beider Descartes-Preise statt.

Die Veranstaltung wird ebenfalls Interviewmöglichkeiten mit dem EU-Kommissar, Vertretern des Gastgeberlandes, den Preistr'¤gern und Finalisten beider Descartes-Preise sowie mit früheren Preistr'¤gern und Konferenzrednern bieten. Des Weiteren wird es zahlreiche Möglichkeiten zu informellen Gespr'¤chen mit führenden europ'¤ischen Wissenschaftlern und Politikern geben. Die Journalisten werden vor Ort umfassend unterstützt, so zum Beispiel durch unsere Fernsehcrew für Fernsehproduzenten.

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ANHANG

Die Finalisten des EU-Descartes-Preises 2004


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Schutz von Internetanwendungen vor Sicherheitsverletzungen

Forschungsgebiet: Informationswissenschaften

Angesichts der Tatsache, dass große Netzinfrastrukturen wie das Internet nicht völlig vor unautorisierten Zugriffen geschützt werden können, konzentriert sich das MAFTIA-Projekt auf sog. „intrusion-tolerant-systems". Solche Systeme arbeiten auch dann sicher und zuverl'¤ssig, wenn es zu einem unautorisierten Zugriff gekommen ist. Zeitraubende und fehleranf'¤llige Eingriffe des Menschen sind nicht erforderlich. MAFTIA nutzte die Schwerpunkte des Prinzips der Fehlertoleranz (Entdeckung, Verhinderung von und Umgang mit unautorisierten Zugriffen) und entwickelte einen umfassenden Ansatz für die Tolerierung zuf'¤lliger Fehler und unautorisierter Zugriffe in komplexen Systemen. Die Arbeitsgemeinschaft vereinigte erstmals internationales Fachwissen in den Bereichen Informationssicherheit und Fehlertoleranz und überbrückte in vielerlei Hinsicht die Kluft zwischen beiden Disziplinen. Einige der von MAFTIA entwickelten Technologien sind bereits in Produkte und Dienstleistungen von IBM eingeflossen.

Projekttitel: MAFTIA (Malicious and Accidental Fault Tolerance for Internet Applications)
Projektteams - Kontaktpersonen: Dr. Robert Stroud, Universit'¤t Newcastle Upon Tyne (GB), Yves Deswarte, Centre National de la Recherche Scientifique, LAAS, Toulouse (Frankreich), Professor Paulo Ver'­ssimo, Faculdade de Ci'™ncias da Universidade de Lisboa (Portugal), Dr. Christian Cachin, International Business Machines Corporation, Zurich Research Laboratory (Schweiz), Dr. Sadie Creese, QinetiQ (GB), und Professor Birgit Pfitzmann, Universit'¤t des Saarlandes (Deutschland)
Website: http://www.maftia.org
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Durchbrüche in den Lebenswissenschaften: bessere Herzbehandlungen, sicherere Strahlentherapie und Heilung der altersbedingten Blindheit

Forschungsgebiet: Lebenswissenschaften

Forscher haben ein Gen entdeckt, das eine entscheidende Rolle bei der Zerstörung von Zellen spielt, die zur Verstopfung und Erkrankung des Herzens führen. Dasselbe Team hat Fortschritte bei der Entwicklung eines Mittels gegen altersbedingte Blindheit sowie einer Strahlentherapie mit größerer Sicherheit und Wirksamkeit erzielt. Die Forscher stellten fest, dass das Wachstumsfaktorgen „VEGF", welches das Wachstum fetaler Blutgef'¤ÃƒÅ¸e fördert, gef'¤hrliche, das Herz verstopfende Zellen, so genannte Makrophage, zerstört. Makrophagen sind normalerweise auf einen hohen Cholesterinspiegel zurückzuführen. Es liegen bereits Patentantr'¤ge für die therapeutische Verwendung des VEGF und ein Abgabesystem, welches das Gen dorthin transportiert, wo es im Herzen benötigt wird, vor. VEGF-Inhibitoren könnten auch innerhalb weniger Jahre bei altersbedingter Blindheit Heilung bringen, indem sie das Wachstum der Blutgef'¤ÃƒÅ¸e hinter den Augen stoppen. Dieselbe Forschungsgruppe hat ein Protein entwickelt, das so genannte „Scavidin". Es ist in der Lage, für gesundes Gewebe sch'¤dliche therapeutische Substanzen zu binden. So können Chemotherapiewirkstoffe und Radioisotope - toxische Stoffe zur Bek'¤mpfung von Krebstumoren - in höheren Konzentrationen verwendet werden, ohne gesundes Gewebe zu besch'¤digen.

Projekttitel: Lokale Therapie
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor John Martin, University College of London (GB), Professor Seppo Yla-Herttuala, Universit'¤t Kuopio (Finnland), Professor Georg Breier, Technische Universit'¤t Dresden (Deutschland), Professor Rodolfo Paoletti, Universit'¤t Mailand (Italien)
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Unterbrechung der Streuung tödlicher Krebszellen:
Protease-Entdeckung gibt Anlass zur Hoffnung

Forschungsgebiet: Lebenswissenschaften

Wissenschaftler haben ein Molekül entdeckt, das für die tödliche Streuung lebensbedrohlicher Krebszellen nach der chirurgischen Entfernung eines Tumors entscheidend ist. Dies kann zu Behandlungsmethoden ohne chirurgische Eingriffe und zu höheren ÃÅ"berlebensraten führen. Die Identifizierung dieses so genannten uPAR-Moleküls kann künftig die Grundlage für Krebsbehandlungsmethoden ohne chirurgischen Eingriff sein. Die Wissenschaftler glauben, dass die Interferenz im metabolischen Weg dieses Moleküls die Streuung tödlicher Krebszellen unterbrechen kann. Das Team führte Bluttests an zahlreichen Krebspatienten durch, die eine Standardbehandlung erhalten hatten. Sie fanden heraus, dass diejenigen mit niedrigem uPAR-Spiegel - der für die Metastasierung entscheidend ist - h'¤ufig den ÃÅ"berlebensraten der allgemeinen Bevölkerung entsprachen, w'¤hrend Patienten mit einem hohen uPAR-Spiegel tendenziell frühzeitig an Krebs starben. Die molekulare Grundlage dieser Wirkung des uPAR wurde im Rahmen von Versuchen an Zellkulturen und M'¤usen entdeckt.

Projekttitel: uPAR
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Francesco Blasi, Universita Vita-Salute San Raffaele (Italien), Professor Keld Dano, Finsen Laboratory, Rigshopitalet (D'¤nemark)
Website: http://www.sanraffaele.org/research/blasi
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Kleine Moleküle - große Wirkung:
Molekulare B'¤ume für vielseitig verwendbare Nanoger'¤te

Forschungsgebiet: Chemie

Krankheitsdiagnose, effiziente Verabreichung von Medikamenten, Energieumwandlung und chemische Sensoren sind nur einige Anwendungen der derzeit entwickelten Nanomaterialien. Die nanotechnologische Revolution ist in vollem Gange, und es werden Moleküle entwickelt, die eine ganze Reihe nützlicher chemischer und physikalischer Eigenschaften aufweisen. Eine viel versprechende Gruppe der Nanostrukturen sind die „Dendrimere" - ver'¤stelte Moleküle, die von Forschern für zahlreiche Zwecke entwickelt werden können. Die Dendrimere haben ein hohes Potential in verschiedenen Bereichen, die von der Umwandlung von Sonnenenergie über die Reproduktion von Bildern und die Verabreichung von Medikamenten bis hin zur Biomedizin reichen. Bleiben wir beim Beispiel der Verabreichung von Medikamenten: Dendrimere verfügen in ihrem Inneren über einen Hohlraum, in dem sie Ionen oder neutrale Moleküle aufnehmen können. Somit sind sie in der Lage, einen Wirkstoff genau dorthin zu transportieren, wo er benötigt wird. Dies kann zu einer Generation besserer Medikamente führen.

Projekttitel: Dendrimere
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Vincenzo Balzani Universit'¡ di Bologna (Italien), Professor Fritz Vögtle, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universit'¤t Bonn (Deutschland) und Professor Luisa De Cola, Universiteit van Amsterdam (Niederlande)
Web-Site: www.ciam.unibo.it/photochem
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Geheimnisse der Alterung und degenerativer Erkrankungen in Mitochondrien entdeckt

Forschungsgebiet: Lebenswissenschaften

Es ist seit langem bekannt, dass DNA-Sch'¤den zu einer Reihe vererblicher Krankheiten führen können, von Mukoviszidose bis hin zu Krebs. Forscher haben diese Sch'¤den nun mit Alterungsprozessen in Verbindung gebracht. Eine entscheidende Form von DNA-Sch'¤den, die zu Alterung sowie zu zahlreichen degenerativen Erkrankungen des Nervensystems und der Muskeln führt, betrifft vor allem die DNA der Mitochondrien. Mitochondrien sind winzige Organellen, das „Kraftwerk" der Zelle. Sie sind für die Bereitstellung von Energie verantwortlich. Bei Zuchtm'¤usen mit einer Vielzahl von mtDNA-Mutationen wurden eindeutige Anzeichen für vorzeitige Alterung festgestellt, so z. B. Haarausfall, Osteoporose, Verlust der Fruchtbarkeit, Herzmuskelerkrankungen und Ver'¤nderungen im Gehirn. Gegenw'¤rtig gibt es keine Heilung für neurologische Erkrankungen, die durch erblich bedingte mtDNA-Mutationen, wie z. B. einige gewöhnliche Formen der Blindheit, Taubheit und Epilepsie, ausgelöst werden. Modellsysteme wie dieses können jedoch mit Sicherheit zur Erforschung neuer Medikamente beitragen, die den Krankheitsverlauf aufhalten können. Und wenn die Belastung durch DNA-Mutationen der Mitochondrien, die im Laufe des Lebens entstehen, langfristig verringert werden könnte, bestünde vielleicht sogar die Möglichkeit, das gesunde Leben aller zu verl'¤ngern.

Projekttitel: MBAD Mitochondrial Biogenesis, Ageing and Disease (Mitochondriale Biogenese, Alterung und Erkrankung)
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Howy Jacobs, Universit'¤t Tampere (Finnland), Professor Nils-Göran Larsson, Karolinska Institutet (Schweden), Dr. Ian J. Holt, Medical Research Council (GB). Dr. Massimo Zeviani, Istituto Nazionale Neurologico "Carlo Besta" (Italien), Dr. Pierre Rustin, Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (Frankreich)
Website: www.miteuro.org; www.mitage.org; www.eumitocombat.org
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Von der Quantenteleportation zur sicheren Kommunikation

Forschungsgebiet: Physik

So unglaublich es auch klingt: Die Science-Fiction-Vision, einen Gegenstand verschwinden und an anderer Stelle wieder auftauchen zu lassen, ist in der Wissenschaft bereits Realit'¤t - zumindest was Quantenpartikel wie Atome oder Photone angeht, die Energiepartikel des Lichtes. Dieses als Quantenteleportation bezeichnete Verfahren kann in der optischen Telekommunikation zur Schaffung hundertprozentig sicherer kryptographischer Schlüssel über große Entfernungen hinweg genutzt werden, wodurch möglicherweise ein globales Netzwerk für sichere Kommunikation geschaffen werden könnte. Es kann ebenfalls ein Baustein für künftige leistungsf'¤hige Quantencomputer sein. Das IST-QuComm-Projekt lieferte den Beweis dafür, dass Technologien der Quantenphysik wie z. B. die Quantenteleportation auch außerhalb des kontrollierten Laborumfeldes im „realen Leben" funktionieren könnten. Zu den zahlreichen Ergebnissen des Projekts z'¤hlt die erste Banküberweisung, deren absolute Sicherheit durch die Quantenphysik gew'¤hrleistet wurde. Sie fand in einer öffentlichen Vorführung in Wien statt.

Projekttitel: IST-QuComm
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Anders Karlsson, Kungl Tekniska Högskolan (Schweden), Professor Harald Weinfurther, Ludwig-Maximilians Universit'¤t München (Deutschland), Professor Anton Zeilinger, Universit'¤t Wien (Ã-sterreich), Professor Artur Ekert, Universit'¤t Oxford und Universit'¤t Cambridge (GB), Professor Nicolas Gisin, Universit'¤t Genf (Schweiz), Dr. Richard Hughes, Los Alamos National Laboratory (USA), Dr. Thierry Debuisschert, Thales (Frankreich), Professor John G. Rarity QinetiQ und Universit'¤t Bristol (GB)
WebSite: http://www.imit.kth.se/QEO/qucomm/
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Bessere Datenspeicherung: magische magnetische Werkstoffe

Forschungsgebiet: Physik

Wir leben in einer Welt, in der t'¤glich enorme Datenmengen produziert werden. Diese Daten müssen, seien sie privater oder gesch'¤ftlicher Natur, gespeichert werden. Neue Forschungen im Bereich Nanotechnologie liefern verbesserte Speichermöglichkeiten. Die Funktionsweise der meisten Ein- und Ausgabeger'¤te beruht auf Aufzeichnungen durch die einheitliche Magnetisierung eines bestimmten Bereichs. Die „W'¤nde" oder Grenzen dieses Bereichs sind „tote" Bereiche, die die vorhandene Speicherkapazit'¤t verringern. Deshalb arbeiten die Forscher an neuen Werkstoffen, die erheblich dünnere W'¤nde zur Reduzierung des „toten" Bereichs ermöglichen, gleichzeitig aber den Datentransfer durch die W'¤nde hindurch verhindern. Drei Forschungsinstitute in Ã-sterreich, Ungarn und in der Tschechischen Republik arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuer Werkstoffe zur Lösung dieses Speicherproblems - sowohl für den privaten als auch den gesch'¤ftlichen Bereich. Die Forschungsgruppe besteht bereits seit 15 Jahren und arbeitet unter dem Namen Computational Science of Novel Materials. Im Laufe der letzten Jahre hat sie sich auf Grund ihrer hervorragenden internationalen Leistungen einen Namen gemacht.

Projekttitel: CSNM (Computational Science of Novel Materials)
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Peter Weinberger, Centre for Computational Materials Science Wien (Ã-sterreich), Dr. V'¡clav Drchal, Institut für Physik, Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik (Tschechische Republik) und Dr. Laszlo Szunyogh, Universit'¤t für Technologie und Wissenschaft in Budapest (Ungarn)
Website: http://www.cms.tuwien.ac.at
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Bessere, sicherere Brustkrebsdiagnosen:
Photonen übertreffen Röntgenstrahlen

Forschungsgebiet: Ingenieurwissenschaften

Für die Verbesserung der Diagnose von Brustkrebs und den Ersatz von Röntgenuntersuchungen in der Diagnostik könnte es schon bald eine unsch'¤dliche Testmethode mit einem neuen Ger'¤t geben. Die noch frühere Erkennung des Brustkrebses ist für die Verbesserung der ÃÅ"berlebenschancen entscheidend, aber die Verwendung toxischer Lumineszenzaktivatoren im Nachweisverfahren selbst kann bereits sch'¤dlich sein. Neben dem persönlichen Schicksal geht es hier auch um die Kosten, die der Gesellschaft durch sp'¤te Diagnosen entstehen. Gegenw'¤rtig kostet die effektive Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs rund 50 000 EUR bei einer Erfolgsrate von fast 100 Prozent. Wird die Behandlung jedoch hinausgezögert, können sich die Kosten verdreifachen, und die ÃÅ"berlebensrate kann bis auf 10 Prozent sinken. Forscher haben ein neues hochsensibles Ger'¤t entwickelt, das Lichtphotonen anstelle potenziell sch'¤dlicher Röntgenstrahlen nutzt und somit höhere Sicherheit bietet. Der neue Detektor wird einfach auf die Haut aufgelegt. Die Brust muss nicht mehr verschoben werden, wie es bei der Röntgenuntersuchung bislang erforderlich ist. Da hierfür keine sch'¤dlichen Strahlen zum Einsatz kommen, kann die Behandlung beliebig h'¤ufig wiederholt werden. Außerdem ist diese Methode für jüngere Frauen geeignet, deren Gewebe für Röntgenstrahlen zu dicht ist.

Projekttitel: APLOMB
Projektteams - Kontaktpersonen: Professor Peter Townsend, Universit'¤t Sussex (GB), Professor Gines Lifante, Universidad Autonoma de Madrid (Spanien), Dr. Ronald MacAlpine, Electron Tubes Limited (GB), Dr. Jonathon Howorth, Photek Limited (GB), Dr. Thorsten Bauer, Laser Zentrum Hannover (Deutschland), Dr. Bojan Erjavec, Institute of Metal and Technology (Slowenien), Dr. Latchezar Avramov, Optella LTD (Bulgarien), Dr. Lorenzo Costa, Novara Technology (Italien) und Dr. Maria Gonzales, Centro de Investigaciones Energeticas, Mediaambientales y Tecnologicas (Spanien)
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Die Grand Jury des Descartes-Preises

1. Frau Prof. Ene Ergma, Vorsitzende der Grand Jury, Vizepr'¤sidentin der Akademie der Wissenschaften von Estland und Pr'¤sidentin des estnischen Parlamentes
2. Prof. Helena Illerov'¡, Pr'¤sidentin der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik in Prag
3. Prof. Ion Siotis, Forschungsdirektor des Nationalen Zentrums für wissenschaftliche Forschung (Demokritos) in Athen
4. Herr Pantelis Kyriakides, Vizepr'¤sident des Europ'¤ischen Patentamtes in München
5. Prof. Jose Mariano Gago, Professor für Physik des Lissabonner Instituts für Technologie
6. Prof. Wubbo Ockels, Leiter des Ausbildungsamtes der Europ'¤ischen Weltraumagentur in Noordwijk (Niederlande)
7. Prof. Nikolai Platé, Vizepr'¤sident für internationale Angelegenheiten der russischen Akademie der Wissenschaften in Moskau
8. Prof. Rossella Palomba, Forschungsdirektorin des Nationalen Forschungsrates (CNR) in Rom
9. Prof. Jan Balzarini, Professor für Medizin am Rega-Institut für medizinische Forschung an der Universit'¤t in Löwen (Belgien)
10. Prof. Edward van den Heuvel, Professor für Astronomie an der Universit'¤t von Amsterdam
11. Prof. Yves Coppens, Professor für Pal'¤ontologie am Colle'ge de France in Paris
12. Prof. Leo Esaki, Nobelpreistr'¤ger von 1973 für Physik, Professor am Shibaura-Institut für Technologie in Tokio
13. Prof. Helga Nowotny, Vorsitzende des Europ'¤ischen Forschungsbeirats (EURAB) und Direktorin des Programms „Society in Science: The Branco Weiss Fellowship" in Zürich
14. Prof. Jean-Patrick Connerade, Pr'¤sident von Euroscience und Vorsitzender der Abteilung Physik des Imperial College of Science, Technology and Medicine in London


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The Everything Kids' Science Experiments Book: Boil Ice, Float Water, Measure Gravity-Challenge the World Around You! (Everything Kids Series)

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What is inside coins?
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Do toilets always flush in the same direction?
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